Virtueller Tag der offenen Tür

Ingolstadt

Ingolstadt hat viele Gesichter. Die ehemalige Herzogs- und Festungsstadt an der Donau ist zugleich eine der ältesten Universitätsstädte Deutschlands. Als dynamischer Wirtschaftsstandort des 21. Jahrhunderts und Museumsstadt, die zurückblickt auf eine mehr als 1200-jährige Stadtgeschichte verbindet Ingolstadt Geschichte und Moderne auf einzigartige Weise.

Hochschulstandort Ingolstadt

Frankenstein, die Illuminaten, der Gegenreformator Dr. Johannes Eck – sie alle entstammen der Ersten Bayerischen Landesuniversität. Gegründet von Herzog Ludwig dem Reichen zählte sie über Jahrhunderte hinweg zu den bedeutendsten Hochschulen im europäischen Raum.

Heute beheimatet die Stadt einen die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Katholischen Universität Eichstät-Ingolstadt und die Technische Hochschule Ingolstadt.

Kultur und Freizeit

Ingolstadt bietet eine Vielzahl von Freizeitangeboten. So beheimatet die Stadt unter anderem den FC Ingolstadt 04 (3. Fußballbundesliga), den ERC Ingolstadt (2014 Deutscher Eishockeymeister) und das Footballteam der Ingolstadt Dukes und bietet als Shoppingstadt neben einer lebendigen Innenstadt das Westpark Einkaufszentrum und das Ingolstadt Village.

Foto: Ingolstadt Tourismus

Die Audi AG ist der größte Arbeitgeber in Ingolstadt und der Region. Die eindrucksvolle Historie der Marke Audi wird im Audi museum mobile ebenso plastisch erlebbar wie die Geschichte der individuellen Mobilität.

Darüber hinaus gewähren zahlreiche Museen Einblicke in Kunst, Kultur und Alltagsleben verschiedener Epochen. Darunter sind insbesondere der Projektraum Europäisches Donaumuseum, das Deutsche Medizinhistorische Museum, das Bayerische Armeemuseum und das Museum für konkrete Kunst weithin bekannt. Ein ganz besonderer Ort ist die barocke Asamkirche Maria de Victoria in der Altstadt Ingolstadts.

Foto: Ingolstadt Tourismus

Schließlich ist die Palette an Veranstaltungen bunt und groß:
Besuchen Sie die Saturn Arena oder das Stadttheater, eine der vielen Kleinkunst- oder moderne Werkstattbühnen. Das ganze Jahr über hat Ingolstadt viel zu bieten: von den Kabarett-Tagen zu Jahresbeginn über Ostermarkt und Literaturtage, Bluesfest, Triathlon bis hin zum Schanzer Volksfest im Frühsommer. Und auch in der zweiten Jahreshälfte bieten Afrikafest, Audi Sommerkonzerte, Nacht der Museen, Christkindlmarkt und vieles mehr ein reiches Kulturleben.

Kleine Stadtgeschichte

Bayerische Herzogsresidenz
1392 wurde Ingolstadt Haupt- und Residenzstadt eines souveränen Herzogtums unter Stephan III. (Stephan dem Kneißel). Dessen Sohn Ludwig VII. (der Gebartete) brachte die begonnene Stadterweiterung mit 87 Türmen zum Abschluss, die der Stadt zum Beinamen „die hunderttürmige Stadt“ verhalf. Er errichtete das Liebfrauenmünster als zweite Pfarrkirche und Grablege und plante seine Residenz an die Stelle des späteren Neuen
Schlosses. Vom 14. bis zum 18. Jahrhundert war die mittelalterliche Stadtumwehrung ein gewaltiges Bauwerk aus Graben, Wall und Türmen.

Universitätsstadt und Frankenstein
1472 gründete Herzog Ludwig IX. (der Reiche) von Niederbayern die erste bayerische Universität in Ingolstadt. 1520 wurde das Pädagogium, 1549 das Jesuitenkolleg gegründet. Das war die Grundlage für Ingolstadts Bedeutung als Hauptort der Gegenreformation. Der Ingolstädter Professor Johannes Eck zählte zu den heftigsten Widersachern Martin Luthers. Aufgrund der großen Bedeutung der Bayerischen Landesuniversität ließ Mary Shelley Ihren Roman „Frankenstein oder „Der moderne Prometheus“ in Ingolstadt spielen. Frankensteins Kreatur ist also ein echter Ingolstädter. 2018 feierten wir 200 Jahre Frankenstein.

Foto: Ingolstadt Tourismus

Bayerische Landesfestung
1537 wurde Ingolstadt zur bayerischen Landesfestung Ingolstadt ausgebaut. Der Bau der Schanz, welche aus Mauern, Wällen und Festungsbauten bestand, brachte den Menschen in der Region Arbeit und zudem Schutz vor Angreifern. Da die Schanz als uneinnehmbar galt und die Menschen in Ingolstadt stolz auf Ihre Festung, bzw. Schanz waren, hielt sich der Name bis heute. Deshalb nennt man die Ingolstädter auch „Schanzer“.

Bayerisches Reinheitsgebot für Bier
Das Bayerische Reinheitsgebot für Bier wurde 1516 durch Herzog Wilhelm IV. in Ingolstadt verkündet. Im Reinheitsgebot ist festgelegt, dass Bier nur aus Hopfen, Malz, Hefe und Wasser hergestellt werden darf.

Quellen: Ingolstadt Tourismus